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Ist Obst für Babys und Kinder schädlich?

Ist Obst für Babys und Kinder schädlich?

Februar 16, 2022

Wir verraten euch, wieso ihr lieber auf mehr Gemüse setzen solltet!

In unserem Artikel "Wie schädlich ist Fruktose für dein Baby?" erklären wir den Unterschied und die Wirkung verschiedener Zuckerarten. Dabei haben wir insbesondere die negativen Auswirkungen hervorgehoben, die Fruktose haben kann. Wie ihr vielleicht wisst, ist Fruktose ein anderes Wort für Fruchtzucker; es ist der Zucker, der in Früchten enthalten ist. Was bedeutet dies für den Verzehr von Früchten?


Wie war das noch mal mit Fruchtzucker und Obst?

Früchte enthalten von Natur aus viel Zucker in Form von Fruktose. Was bedeutet dies also für den gesunden Ruf, den Obst hat? Heißt das jetzt, dass Kinder gar kein Obst mehr essen sollten? Wir können dich beruhigen: Natürlich dürfen sie Obst essen! Obst ist voller Vitamine und ein wichtiger Bestandteil der Ernährung eines jeden Menschen – unabhängig vom Alter. Allerdings sind die Form und Menge der verzehrten Früchte wichtig.


Wie viel Fruchtzucker steckt in Obstsaft?

Ganz allgemein gesagt, ist es am besten, Früchte als Ganzes (oder in Teilen) zu essen, anstatt sie zu entsaften. Am besten übrigens mit Schale, denn dort sind ganz viele Vitamine versteckt. Das liegt daran, dass man für ziemlich wenig Saft eine ganz Menge Obst benötigt. Zum Beispiel enthält ein Glas Orangensaft normalerweise drei bis vier Orangen. Das bedeutet mehr Zucker und mehr Kalorien, aber keine Ballaststoffe. Im Gegensatz dazu würden wir unseren Babys und Kleinkindern nie mehr als eine halbe oder ganze geschälte Orange auf einmal anbieten. Oder? In unserem Artikel "Warum sollten wir viel Vitamin C essen?" erfährst du übrigens ganz viel über diesen Powerlieferanten.


Wusstest du,...

...dass ein Glas frisch gepresster Orangensaft (0,25 Liter) neben stolzen 125 Milligramm Vitamin C (deckt den Tagesbedarf aller Altersgruppen) durchschnittlich etwa 120 Kalorien und 27 Gramm Zucker beinhaltet – und damit genauso viel wie ein Glas Cola?


Wieso ist ganzes Obst besser als Obstsaft?

Der Vorteil vom Verzehr von ganzen Früchten ist auch, dass der höhere Anteil an Ballaststoffen gegenüber Obstsaft den Verdauungsprozess verzögert. Obst wandert damit buchstäblich langsamer durch unsere Körper – auch die eures Babys. Das macht nicht nur länger satt, sondern reduziert gleichzeitig den Stress im Dünndarm, der bei euren Kleinsten noch nicht so auf Hochtouren funktioniert wie bei Erwachsenen. Ganze Früchte werden im Dünndarm nämlich verarbeitet, also in ihre einzelnen Nährstoffe zerlegt, während Fruchtsaft einfach nur verdaut wird.


Wie beeinflussen Obst und Obstsaft die Ernährungsgewohnheiten deines Kindes?

Gewöhnen wir unsere Kinder an eine Ernährung, die reich an süßen, reinen Fruchtprodukten wie Säfte und Pürees ist, könnten sie eine Aversion gegen bittere Lebensmittel wie Gemüse bekommen. Ihr Geschmack könnte sich nicht voll entwickeln. (3) Eltern wird daher empfohlen, ihre Kinder mit einer Ernährung zu versorgen, die eine Vielzahl von Nahrungsmitteln und vor allem viel unterschiedliches Gemüse umfasst. Falls dein Baby gerade eine schwierige Beziehung zu Gemüse hat, wird dir dieser Artikel sicherlich weiterhelfen: "Warum stehen Babys häufig nicht so sehr auf Gemüse?"


Interessante Fakten über Obst und Obstsaft auf einen Blick

  • Frisch gepresster Orangensaft enthält auf 250 ml 125 Gramm Zucker. So viel wie ein Glas Cola.
  • Ganzes Obst wird im Dünndarm verarbeitet, Obstsaft “nur” verdaut
  • Je mehr Obst wir unseren Kindern in den ersten zwei Jahren anbieten, desto eher gewöhnen sie sich an die Süße des Fruchtzuckers
  • Babys und Kleinkinder dürfen Obst essen. Es kommt auf die Menge und die Auswahl an!

Was kannst du tun, damit dein Baby mehr Gemüse und weniger Obst isst?

Wir von Pumpkin Organics wissen, wie herausfordernd es sein kann, die Kleinen dazu zu bringen, Gemüse zu essen und zu mögen. Kennt ihr das auch? Ihr könnt hier unseren Artikel mit bewährten Tipps von Ärzten und Forschern zum Thema „Wie Kinder Gemüse lieben lernen“ lesen. Bereit, gleich zur Tat zu schreiten? Schaut Euch unsere Produkte an und helft eurem Kind sich in Gemüse zu verlieben.




Pumpkin Organics bietet pflanzenbasierte Snacks und Beikost für Babys und Kinder an. Das heißt, dass unsere Produkte keinen zugesetzten Zucker, keine Zusatzstoffe, sehr wenig natürlichen Zucker und dafür eine Menge Gemüse in Bio-Qualität enthalten. Klickt hier, um zu unserem Bio-Shop zu gelangen und in euren Kleinsten Gemüseliebe zu wecken!


Der Zweck dieses Artikels besteht lediglich darin, zu informieren und zu inspirieren, nicht aber, medizinische oder ernährungswissenschaftliche Ratschläge zu erteilen. Für den Fall, dass du Bedenken oder Fragen hast, empfiehlt Pumpkin Organics, einen medizinischen Ansprechpartner aufzusuchen und sich beraten zu lassen.


Referenzen

  1. Mis, F. Nataša, Braegger, Christian; Bronsky, Jiri; Campoy, Cristina; Domellöf, Magnus; Embleton, Nicholas D.; Hojsak, Iva; Hulst, Jessie; Indrio, Flavia; Lapillonne, Alexandre; Mihatsch, Walter; Molgaard, Christian; Vora, Rakes (2017, Dec). Sugar in Infants, Children and Adolescents. Retrieved from Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition
  2. Quinn, S. (2019, Jan 18). Should I still drink fruit juice? Retrieved from BBC – Good food?
  3. R.D., M. (2017, September). Savoring Sweet: Sugars in Infant and Toddler Feeding. Retrieved from Karger