Gesunde Milchzähne sind wichtig
Milchzähne erscheinen meist zwischen 6 und 8 Monaten und sind trotz späterem Verlust wichtig für die lebenslange Zahngesundheit. Milchzähne spielen eine bedeutende Rolle dabei Kauen/Essen und Sprechen zu lernen.
Milchzähne müssen besonders gut gepflegt werden, auch wenn sie nicht für immer sind. Sie haben einen dünneren Zahnschmelz als bleibende Zähne und sind dadurch anfälliger für Karies. Karies kann nicht nur Schmerzen oder Zahnverlust verursachen, die Bakterien können den Kiefer und den gesamten Organismus schädigen. Auch schon bei Milchzähnen.
Warum haben wir überhaupt Milchzähne?
Milchzähne sind sozusagen die Platzhalter für die bleibenden Zähne, diese wären aber schlicht zu groß für Babys Köpfchen.
Was ist wichtig für gesunde Zähne
Eine gute Zahngesundheit im Kleinkindalter kann spätere Zahnprobleme reduzieren. Regelmäßige Vorsorge hilft, Probleme früh zu erkennen.
1. Ernährung beeinflusst Zahnentwicklung und Kariesrisiko
Eine ausgewogene Ernährung ist für gesunde Zähne entscheidend: Sie liefert Bausteine für Zahnschmelz und Kieferknochen. Zucker- und säurehaltige Lebensmittel fördern Zahnbelag und erhöhen Kariesrisiko.
2. Vitaminen und Mineralstoffe sind entscheidend für die orale Gesundheit
Ist der Körper nicht ausreichend mit den richtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt kann das zu einer schlechteren Mineralisierung des Zahnschmelzes oder höhere Anfälligkeit für Zahnprobleme führen.
Wichtige Vitamine und Nährstoffe für Zähne und Mund
Kalzium ist der Grundbaustein für Zahnschmelz und Knochen
Kalzium trägt zur Härte des Zahnschmelzes bei und unterstützt die Stabilität des Kiefers. Kalzium findest du in Milchprodukten wie Joghurt und Käse, z.B. Parmesan, grünem Gemüse wie Brokkoli, Grünkohl und Pak Choi, in Nüssen wie Mandeln oder Sesam (Tahini). Wenn du auf eine kalziumreiche Ernährung achten möchtest, kannst du dies durch kalziumreiches Mineralwasser oder angereicherte pflanzliche Drinks unterstützen.
Beikost-Tipp: Da Kalzium beim Kochen des Gemüses ins Wasser übertragen wird, sollte das Gemüse schonend gegart bzw. gedämpft werden. Hier findest du mehr darüber, wie du Vitamine und Nährstoffe bei der Beikostzubereitung erhältst.
Phosphat unterstützt die Mineralisierung von Zahnschmelz und Knochen
Für einen starken Zahnschmelz, starke Zahnwurzeln und starke Kieferknochen benötigt der Körper neben Kalzium auch Phosphat. Das kommt in proteinreichen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Vollkorngetreide, Haferflocken, Hülsenfrüchten, Nüssen oder Samen vor.
Fluorid – Mineralisches Helferlein für den Zahnschmelz
Fluorid ist kein Nährstoff im klassischen Sinne, aber ein wichtiger Faktor zur Vorbeugung von Karies, da es den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Säureangriffe macht. Es kommt in Zahnpasta, bestimmten Mineralwassern, und fluoridierten Produkten, wie Salz, vor und wird von Experten empfohlen.
Vitamin D unterstützt die Aufnahme von Kalzium
Um das wichtige Kalzium aus dem Darm aufzunehmen und es in Knochen und Zähne einzubauen benötigt der Körper Vitamin D. Studien zeigen zudem, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel mit höherem Kariesrisiko bei Kindern verbunden sein kann. Vitamin D entsteht durch Sonnenexposition und ist zusätzlich in fettem Fisch, z.B. Makrele oder Lachs, Eigelb oder Pilzen (Champignons oder Shiitake). In den meisten Fällen (und unter Absprache mit den Kinderarzt:tinnen) ist es ratsam Vitamin D zu supplimentieren um das Immunsystem und eben auch die Zahngesundheit der Kinder zu unterstützten.
Vitamin A (bzw. Beta-Carotin) unterstützt die Mundschleimhaut
Neben Zähnen und Kiefer ist die Mundschleimhaut und der Speichel entscheidend für die Mungesundheit. Vitamin A unterstützt Bildung und Gesundheit der Mundschleimhaut sowie die Speichelproduktion, was zur Plaquereduktion beiträgt. Vitamin A kommt in Karotten, Süßkartoffeln, Kürbis, Mangos und Aprikosen vor. Durch Garen (z.B. Dünsten) erhöhst du die Verfügbarkeit von Beta-Carotin. Zudem ist es fettlöslich, daher immer mit etwas pflanzlichem Öl kombinieren.
Vitamin E und B-Komplexe unterstützten die Immunabwehr und Gewebeheilung
Um die Mundgesundheit aufrecht zu erhalten ist eine gesunde Immunabwehr und Gewebeheilung wichtig. Dafür benötigt der Körper Vitamin E, das vor allem in pflanzlichen Fetten wie Sonnenblumen-, Raps- und Weizenkeimöl oder Nüssen, Samen und Avocado vorkommt. Neben Vitamin E benötigt er Vitamin B-Komplex (z.B. B2, B6, B12 und Folsäure). Das findest du vor allem in Vollkornprodukten, Hafer, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen. Vitamin B12 kommt in Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten vor. Bei pflanzlicher Ernährung sollte Vitamin B12 supplimentiert werden (und unter Absprache mit den Kinderarzt:tinnen).
Vitamin K – wichtig für Zähne und Knochen
Vitamin K ist vielen aus der Vitamin-K-Prophylaxe im Säuglingsalter bekannt. Neben seiner Rolle bei der Blutgerinnung unterstützt es auch die Einlagerung von Kalzium in Knochen und Zähne. Vitamin K findet sich vor allem in grünem Blattgemüse wie Brokkoli, Spinat und Grünkohl, aber auch in fermentierten Lebensmitteln wie Sauerkraut sowie in Milchprodukten.
Magnesium – Unterstützung für Zahnschmelz und Mineralstoffhaushalt
Magnesium ist ein essenzielles Mineral, das an der Bildung von Knochen und Zähnen beteiligt ist. Es unterstützt die Kalziumaufnahme, trägt zur Bildung eines stabilen Zahnschmelzes bei und hilft, den Kalzium- und Phosphathaushalt im Gleichgewicht zu halten. Magnesiumreiche Lebensmittel sind Nüsse (z. B. Mandeln, Cashews), Samen wie Kürbis- und Sonnenblumenkerne, grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Bananen.
Vitamin C ist essenziell für gesundes Bindegewebe und damit Zahnfleisch
Ein Vitamin C Mangel kann zu weicherem Zahnfleisch und Entzündungsanfälligkeit beitragen. Vitamin C kommt vor allem in frischen pflanzlichen Produkten, wie Paprika, Brokkoli, Zitrusfrüchten oder Beeren vor. Es ist sehr hitze- und lichtempfindlich. Daher das Gemüse am besten immer frisch schneiden und roh oder nur kurz gegart verzehren.
Praktische Ernährungstipps für Eltern für gesunde Kinderzähne
- Kalziumreiche Lebensmittel wählen (z. B. Milch, Käse, Joghurt)
- Vitamin-D-reiche Kost und Sonne nutzen
- Zucker- und säurehaltige Snacks reduzieren, besonders zwischen den Mahlzeiten
- Nach dem Essen den Mund mit Wasser spülen (auch schon im Beikostalter)
- Fluoridhaltige Zahnpasta altersgerecht verwenden
- Zahnpflege früh beginnen: ab dem ersten Zahn mit weicher Bürste
- Regelmäßige zahnärztliche Vorsorge wahrnehmen
Die Zahngesundheit von Babys und Kindern hängt nicht nur von guter Mundhygiene ab, sondern auch von einer ausreichenden Versorgung mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Eine ausgewogene Ernährung, kombiniert mit fluoridhaltiger Zahnpflege und professioneller Vorsorge, schafft eine starke Basis für lebenslange Zahngesundheit.
Häufige Eltern-Fragen
Wann sollte ich mit dem Zähneputzen beginnen?
Bereits ab dem ersten Zahn sollte täglich geputzt werden, um Zahnbelag zu reduzieren und Karies vorzubeugen.
Sind Vitaminpräparate für die Zahngesundheit sinnvoll?
In der Regel deckt eine ausgewogene Ernährung den Bedarf; bei Mangel oder eingeschränkter Ernährung kann in Absprache mit Kinderarzt/-zahnarzt eine Ergänzung erwogen werden.
Wie wichtig ist Fluorid für Kinderzähne?
Fluorid wird als wirksam für die Stärkung des Zahnschmelzes und Kariesprävention angesehen und ist ein Standardbestandteil der zahnärztlichen Empfehlungen.
Haftungsausschluss
Der Zweck dieses Artikels besteht lediglich darin, zu informieren und zu inspirieren, nicht aber, medizinische oder ernährungswissenschaftliche Ratschläge zu erteilen. Für den Fall, dass du Bedenken oder Fragen hast, empfiehlt Pumpkin Organics, eine:n medizinische:n Ansprechpartner:in aufzusuchen und sich beraten zu lassen.
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