Was sollten wir über die ersten 1000 Tage mit Baby wissen? - Pumpkin Organics

Was sollten wir über die ersten 1.000 Tage mit Baby wissen?

Wir alle wollen, dass unsere Kinder glückliche Erwachsene werden. Ein wichtiger Baustein dafür ist das Essen. Was unsere Kleinen zu Beginn ihres Lebens essen, prägt die kulinarischen Vorlieben für den Rest ihres Lebens.
Du liest Was sollten wir über die ersten 1.000 Tage mit Baby wissen? 6 Minuten Weiter Wieso ist die Familienmahlzeit so wichtig?

Und wieso auch die Schwangerschaft lebenslange Ernährungsvorlieben beeinflusst

Wir alle wollen, dass unsere Kinder glückliche Erwachsene werden. Ein wichtiger Baustein dafür ist das Essen. Was unsere Kleinen zu Beginn ihres Lebens essen, prägt die kulinarischen Vorlieben für den Rest ihres Lebens. Babys haben 10.000 Geschmacksknospen – wir Erwachsenen etwa die Hälfte. In den ersten zwei Lebensjahren – die Fachliteratur nennt es die “ersten 1.000 Tage” inklusive Schwangerschaft – erfassen und verarbeiten diese Sensoren alles, was wir ihnen geben.

Ohne sich dessen bewusst zu sein, können Kinder schon ganz früh lernen, gut zu essen. Deshalb ist es so wichtig, dass Babys durch vielfältige Babynahrung und frühkindliche Ernährung das ganze Universum des Geschmacks erleben. Denn nur dann werden sie als Kinder, Teenager und Erwachsene gutes Essen schätzen und eigenständig richtige Essensentscheidungen treffen. In unserem Artikel "Wieso ist die Familienmahlzeit so wichtig?" gehen wir genauer darauf ein, wie dein Baby spielerisch lernen kann, richtige Ernährungsentscheidungen zu treffen.

Was sagt die Wissenschaft über frühkindliche Ernährung?

Die Wissenschaft fasst das Konzept der ersten 1000 Tage als “metabolic imprinting” zusammen, also die “Stoffwechselprägung”. Das, was wir unseren Babys und Kleinkindern zum Essen anbieten, prägt sich wie ein Stempel auf ihren Gaumen und ihren Stoffwechsel. Das “American Journal of Clinical Nutrition” beschreibt es als “die grundlegenden biologischen Phänomene, die mutmaßlich den Beziehungen zwischen den Ernährungserfahrungen im frühen Leben und späteren Krankheiten zugrunde liegen.

Einmal geprägtes Essverhalten kann „nicht vergessen werden“, da die Möglichkeit der Prägung nur während „eines eng begrenzten Zeitraums im Leben des Individuums“ auftritt. Also in den ersten zwei Lebensjahren, bzw. ersten 1.000 Tagen. Daher ist es entscheidend, in diesem Zeitfenster eine leckere Ernährung mit viel Gemüse und wenig Zucker einzuführen. Näheres zu einer zuckerarmen und gemüsehaltigen Ernährung für deine Kleinsten erfährst du übrigens hier: "Warum ist eine Ernährung mit (sehr) wenig Zucker das Beste für Kinder?"

Die Wirkung der metabolischen Prägung auf einen Blick

  • bezeichnet adaptive Reaktionen auf spezifische Ernährungsbedingungen im frühen Leben
  • definiert einen Zeitraum für die Grundlage von Krankheitsanfälligkeiten in der frühen kindlichen Entwicklung
  • hat eine anhaltende Wirkung bis ins Erwachsenenalter
  • liefert spezifische und messbare Ergebnisse (die sich quantitativ von Person zu Person unterscheiden können)

Warum sind Obst und Fruktose für Babys so schwer zu verdauen?

Eine Ernährung, die reich an Gemüse ist, ist für die Kleinsten auch wegen der körperlichen und/oder allergischen Reaktionen vorteilhaft, die eine weitgehend obstbasierte Ernährung hervorrufen kann. Obst enthält Fruktose, einen Zucker, der natürlicherweise in Nahrungsmitteln vorkommt. Er wird vom Dünndarm aufgenommen und dann von der Leber zu Glukose verarbeitet. Bei kleinen Kindern kann der Dünndarm Fruktose noch nicht gut absorbieren.

In unserem Artikel "Ist Obst für Babys und Kinder schädlich?" erklären wir, wieso zu hoher Fruchtkonsum zu Entzündungen und Problemen im Magen-Darm-Trakt führen kann. Denn der nicht verarbeitete Zucker verbleibt im Dünndarm und kann zu einer bakteriellen Gärungsstelle werden, die chronischen unspezifischen Durchfall verursacht. Das durch die Gärung von nicht verarbeiteten Kohlenhydraten im Dickdarm entstehende Gas kann ebenfalls Bauchschmerzen und Unwohlsein verursachen. (2) 

Wieso ist Gemüse in den ersten 1.000 Tagen so wichtig?

Die Einführung von Gemüse im Rahmen der Beikost, hilft deinem Kinder dabei, eine Vorliebe für Gemüse zu entwickeln, wenn es älter wird. Damit wird eine wichtige Grundlage für Essgewohnheiten gelegt, die auch zur Verringerung der damit verbundenen Gesundheitsrisiken im Erwachsenenalter beiträgt. (1)

Gemüse hat einen viel niedrigeren Zuckergehalt und enthält mehr Ballaststoffe als Früchte. In der Studie „Die Beziehung zwischen Gemüseaufnahme und Gewichtsergebnissen: „A Systematic Review of Cohort Studies“ wird festgestellt, dass Gemüse auch eine relevante Rolle beim Gewichtsmanagement spielt. Dies ist ein wichtiger Gesichtspunkt, denn laut Studien der Weltgesundheitsorganisation erhöht die Zunahme der Fettleibigkeit weltweit auch das Risiko vieler verwandter Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und Krebs. (3)

Welche Alternativen zu Fruchtzucker solltest du deinem Baby anbieten?

Zwei weitere wissenschaftliche Artikel „Savoring Sweet: Sugars in Infant and Toddler Feeding“ (4) und „The Development and Public Health Implications of Food Preferences in Children“ (5) heben die angeborene Vorliebe von Kindern für Süßes und die Ablehnung von Gemüse hervor. Beide Studien betonen jedoch, wie wichtig es ist, den Süßgeschmack durch frühzeitige und wiederholte Gabe pflanzlicher Nahrung zu begrenzen. Das liegt daran, dass Zucker keinen Nährwert hat und dass Lebensmittel mit einem hohen Anteil an zugesetztem oder natürlichem Zucker zu ungesunden Ernährungsgewohnheiten führen können.

Die Vorteile von Gemüse für Babys auf einen Blick

  • beugt allergischen Reaktionen und Magen-Darm-Entzündungen bei Babys und Kleinkindern vor
  • kann anders als Fruchtzucker vom Dünndarm verdaut werden
  • weniger Gase, die zu Blähungen führen, entstehen
  • legt eine wichtige Grundlage für spätere gesunde Essgewohnheiten
  • beugt Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes und Krebs vor
  • beugt allergischen Reaktionen und Magen-Darm-Entzündungen bei Babys und Kleinkindern vor

Wieso vertrauen wir der Wissenschaft der ersten 1.000 Tage?

Wir von Pumpkin Organics verstehen die Bedeutung der ersten 1.000 Tage im Leben eines Kindes. Wir haben daher unsere Ernährungsphilosophie auf Lebensmittel mit mehreren unterschiedlichen Gemüsesorten pro Mahlzeit, einem insgesamt hohen Gemüseanteil und niedrigem Zuckergehalt ausgerichtet. Damit möchten wir Eltern ermöglichen, in einem oft stressigen Alltag auf pflanzenbasierte Snacks und Beikost in Bio-Qualität zurückgreifen zu können und mit ihren Babys und Kleinkindern in den ersten 1.000 Tagen gesunde Essegewohnheiten zu entwickeln.

Referenzen

  1. Robert A Waterland, C. G. (1999, Feb 01). Potential mechanisms of metabolic imprinting that lead to chronic disease. Retrieved from The American Journal of Clinical Nutrition, Volume 69
  2. Hilary F Jones, R. N. (2013, May 1). Developmental changes and fructose absorption in children: effect on malabsorption testing and dietary management . Retrieved from OXFORD Academic, Nutrition reviews
  3. Monica Nour, S. A.-F. (2018, Nov 2). The Relationship between Vegetable Intake and Weight Outcomes: A Systematic Review of Cohort Studies. Retrieved from NCBI-PMC
  4. D., M. (2017, September). Savoring Sweet: Sugars in Infant and Toddler Feeding. Retrieved from Karger – Annals of nutrition and metabolism
  5. Jacob P. Beckerman, Q. A. (2017, Dec 18). The Development and Public Health Implications of Food Preferences in Children. Retrieved from NCBI-PMC

Haftungsausschluss

Der Zweck dieses Artikels besteht lediglich darin, zu informieren und zu inspirieren, nicht aber, medizinische oder ernährungswissenschaftliche Ratschläge zu erteilen. Für den Fall, dass du Bedenken oder Fragen hast, empfiehlt Pumpkin Organics, eine:n medizinische:n Ansprechpartner:in aufzusuchen und sich beraten zu lassen.

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