Kind trinkt zu wenig Wasser? 7 einfache Tipps für den Alltag

Kind trinkt zu wenig Wasser? 7 einfache Tipps für den Alltag

Ausreichend zu trinken ist für Kinder vor allem im Sommer besonders wichtig, doch Wasser steht dabei nicht immer an erster Stelle. Mit einfachen Tipps und etwas Geduld kannst du dein Kind dabei unterstützen, Wasser ganz selbstverständlich in den Alltag zu integrieren.

Ab wann dürfen Babys Erdbeeren essen? Alles zu Beikost, Allergien und sicherem Essen Du liest Kind trinkt zu wenig Wasser? 7 einfache Tipps für den Alltag 5 Minuten

7 Tipps, damit dein Kind mehr Wasser trinkt

1. Wasser kann Spaß machen!

Wasser schmeckt neutral. Kinder, die an süßere Getränke gewöhnt sind, finden Saft oder Schorle deshalb oft interessanter. Aber Wasser kann auch Spaß machen und bereits kleine Veränderungen können dabei helfen:

  • Eiswürfel in besonderen Formen oder mit gefrorenen Früchten in den Eiswürfeln

  • Gurke, Minze oder Beeren im Wasser ziehen lassen (Bei kleinen Kindern sollten feste Stücke vor dem Trinken entfernt werden.)

  • Strohhalme, besondere Gläser oder Trinkflaschen nutzen

2. Wasser sichtbar und erreichbar aufstellen

Was nicht zu sehen ist, wird schnell vergessen. Stelle einen Becher oder eine Trinkflasche dort auf, wo sich dein Kind gerade aufhält. Ob am Esstisch, im Kinderzimmer oder auf dem Spielplatz: Ist Wasser direkt verfügbar, wird häufiger auch zwischendurch getrunken.

3. Feste Trinkmomente schaffen

Regelmäßige Abläufe helfen Kindern, neue Gewohnheiten zu entwickeln. Biete Wasser deshalb immer wieder zu denselben Zeitpunkten an, zum Beispiel:

  • nach dem Aufstehen

  • zu jeder Mahlzeit

  • vor dem Verlassen des Hauses

  • nach dem Toben oder Sport

  • beim Nachhausekommen

So wird Wassertrinken ganz nebenbei zur Gewohnheit und Teil des Alltags.

4. Selbst ein gutes Vorbild sein

Kinder orientieren sich stark an ihren Eltern und Bezugspersonen. Wenn Wasser bei euch selbstverständlich auf dem Tisch steht und du selbst regelmäßig daraus trinkst, wird es auch für dein Kind normaler. Oft wirkt Vorleben besser als wiederholtes Erinnern.

6. Flüssigkeitsbedarf durch Snacks unterstützen

Gerade im Sommer, wenn die Temperaturen steigen oder Kinder viel toben und schwitzen, kann es hilfreich sein, Wasser nicht nur zu trinken, sondern auch zu essen. Wassermelone, Gurke, Erdbeeren, Radieschen, Tomaten oder Pfirsiche enthalten viel Wasser und bieten sich ideal als erfrischende Snacks für zwischendurch. Achte immer darauf, die Lebensmittel altersgerecht zuzubereiten und zu schneiden, z.B. kleine Tomaten oder Radieschen solltest du je nach Alter des Kindes immer vierteln oder halbieren. 

Für eine zusätzliche Abkühlung sorgen selbstgemachtes Eis, Quetschie-Drops oder ein gut gekühlter Gemüse-Quetschie aus dem Kühlschrank. So wird Flüssigkeitszufuhr ganz nebenbei super lecker und abwechslungsreich.

Häufige Fragen zum Wassertrinken

Warum trinkt mein Kinder ungern Wasser?

Häufig liegt es gar nicht am Geschmack: Beim Spielen, Toben und Entdecken merken Kinder ihren Durst häufig erst spät. Statt Druck aufzubauen, hilft es deshalb, Wasser regelmäßig und selbstverständlich anzubieten, auch in kleinen Mengen.

Wichtig: Keinen Druck aufbauen

Sätze wie „Du musst jetzt trinken“ führen oft eher zu Widerstand. Besser sind neutrale Erinnerungen: „Hier steht dein Wasser.“ „Möchtest du vor dem Losgehen noch einen Schluck trinken?“ „Welchen Becher möchtest du heute?“ und am besten lebt man es vor: "Komm wir trinken nochmal etwas, bevor wir losgehen."

Du entscheidest, welches Getränk angeboten wird. Dein Kind entscheidet, ob und wie viel es in diesem Moment trinken möchte.

Mein Kind trinkt nur Saft – was kann ich tun?

Ist dein Kind bereits an süße Getränke wie Saft oder Schorle gewöhnt, muss die Umstellung nicht sofort erfolgen. Erhöhe stattdessen nach und nach den Wasseranteil.

So verändert sich der Geschmack langsam und dein Kind kann sich leichter daran gewöhnen. Das langfristige Ziel sollte sein, dass Wasser der normale Durstlöscher wird.

Wie viel sollten Kinder trinken?

Wie viel Flüssigkeit ein Kind braucht, hängt unter anderem vom Alter, der Ernährung, der Bewegung und der Temperatur ab.

Statt jede Trinkmenge exakt zu kontrollieren, ist es im Alltag meist sinnvoller, regelmäßig Wasser anzubieten. Bei Hitze, Krankheit oder viel Bewegung kann der Flüssigkeitsbedarf steigen.

Wirkt dein Kind ungewöhnlich schlapp, hat es einen trockenen Mund oder scheidet deutlich weniger beziehungsweise sehr dunklen Urin aus, solltest du ärztlichen Rat einholen.

Achtung: Babys unter 6 Monaten brauchen kein extra Wasser, nur Muttermilch oder Pre-Nahrung. Wenn es sehr warm ist, kannst du einfach häufiger stillen bzw. ein Fläschchen geben.

Darf mein Kind Sprudelwasser trinken?

Ja, grundsätzlich können Kinder auch Wasser mit Kohlensäure trinken. Manche Kinder empfinden Kohlensäure jedoch als unangenehm. Probiere aus, was dein Kind lieber mag.

Sollte man Wasser für Kinder süßen?

Grundsätzlich sollte Wasser nicht mit Zucker, Honig oder Sirup gesüßt werden. Kinder gewöhnen sich schnell an einen süßen Geschmack und je häufiger sie ihn kennenlernen, desto stärker kann er ihre späteren Vorlieben prägen, sodass süße Lebensmittel bevorzugt werden. 

Wenn du dem Wasser etwas mehr Abwechslung verleihen möchtest, kannst du stattdessen eine Scheibe Gurke, Zitrone oder Orange oder ein paar Blätter Minze hinzufügen. Das sorgt für einen dezenten Geschmack, ohne das Wasser zu süßen. 

Ein striktes Verbot für süße Getränke ist meist nicht notwendig. Eine gute Regel kann sein: Im Alltag hat Wasser seinen festen Platz, während gesüßte Getränke eine gelegentliche Ausnahme bleiben dürfen. 

Ab wann dürfen Babys Wasser trinken?

In den ersten Lebensmonaten decken Muttermilch oder Säuglingsanfangsnahrung normalerweise den Flüssigkeitsbedarf. Unsere Kids Ernährungs Summit Expertin Michaela Baake hat ein Video dazu erstellt, wie Babys Trinken lernen in der Beikostzeit.

Fazit: Wassertrinken braucht Geduld

Wenn dein Kind nur wenig Wasser trinkt, braucht es meist keine komplizierten Tricks. Viel wichtiger sind regelmäßige Trinkangebote, feste Routinen und ein entspannter Umgang mit dem Thema. 

Bleib geduldig und gib deinem Kind Zeit. Wassertrinken ist eine Gewohnheit, die sich Schritt für Schritt entwickelt. Mit kleinen Impulsen, einem guten Vorbild und ganz ohne Druck lernt dein Kind Schritt für Schritt, Wasser ganz selbstverständlich in seinen Alltag zu integrieren.

Haftungsausschluss

Der Zweck dieses Artikels besteht lediglich darin, zu informieren und zu inspirieren, nicht aber, medizinische oder ernährungswissenschaftliche Ratschläge zu erteilen. Für den Fall, dass du Bedenken oder Fragen hast, empfiehlt Pumpkin Organics, eine:n medizinische:n Ansprechpartner:in aufzusuchen und sich beraten zu lassen.

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