Was kommt heute in die Brotdose? Eine Frage, die sich die meisten Eltern wohl jeden Tag aufs Neue stellen. Schließlich soll die Brotdose gesund sein, satt machen, Abwechslung bieten und natürlich möglichst auch gegessen werden. Und das alles am besten, ohne morgens stundenlang in der Küche stehen zu müssen.
Aber was gehört eigentlich hinein? Muss es jeden Tag Brot sein? Worauf sollte man achten? Und was, wenn die Brotdose am Nachmittag genauso voll wieder nach Hause kommt, wie sie morgens gepackt wurde?
Ernährungscoach Moana Werschler, auf Instagram auch bekannt als @missbroccoli, beschäftigt sich in ihrem Vortrag beim Pumpkin Organics Kids Ernährungs Summit genau mit diesen Fragen. Sie zeigt, wie sich eine ausgewogene Brotdose für Kinder unkompliziert zusammenstellen lässt und gibt praktische Ideen für den Familienalltag.
Was kommt in die Brotdose?
Eine ausgewogene Brotdose muss nicht kompliziert sein. Statt jeden Morgen komplett neu zu überlegen, was in die Dose kommt, kann ein einfacher Baukasten bestehend aus vier Komponenten helfen:
1. Eine sättigende Grundlage
Brot, Brötchen, Wraps, Waffeln oder herzhafte Pancakes können eine gute Basis bilden. Besonders Vollkornprodukte sind eine gute Wahl und bringen wertvolle Ballaststoffe mit.
Dabei gilt: Es muss nicht jeden Tag dasselbe sein. Gerade bei Kindern kann etwas Abwechslung dabei helfen, unterschiedliche Lebensmittel kennenzulernen.
2. Obst und Gemüse
Obst und Gemüse bringen Farbe, Geschmack und wichtige Nährstoffe in die Brotdose. Ob Gurke, Karotte, Paprika, Apfel oder Beeren – am besten passt du die Auswahl an die Saison und die Vorlieben deines Kindes an.
Und wenn das Gemüse regelmäßig wieder mit nach Hause kommt? Dann lohnt es sich, verschiedene Formen und Kombinationen auszuprobieren. Vielleicht wird aus der Karotte ein Dip-Gemüse oder aus der Zucchini eine Waffel. Auch unsere Bio Gemüse-Quetschies mit hohem Gemüseanteil können gerade für die Kita-Brotdose eine praktische Ergänzung sein. Durch die Kombination aus Gemüse und fruchtigen Zutaten können sie eine unkomplizierte Möglichkeit sein, verschiedene Gemüsegeschmäcker kennenzulernen.
3. Eine Proteinquelle
Eine Proteinquelle kann die Brotdose sinnvoll ergänzen. Dafür eignen sich zum Beispiel:
- Hummus und andere Hülsenfruchtaufstriche
- Naturjoghurt
- Käse oder Frischkäse
- Eier
- Tofu
So kannst du aus wenigen Grundzutaten immer wieder neue Kombinationen zusammenstellen.
4. Auch Fette gehören dazu
Avocado, Nüsse oder Nussmus können eine weitere Ergänzung sein – natürlich immer altersgerecht angeboten. Zum Beispiel als Avocado auf dem Brot, als Nussmus in Kombination mit Obst oder als Bestandteil eines Dips.
Muss alles in jede Brotdose?
Kurz und knapp: Nein.
Eine ausgewogene Ernährung bedeutet nicht, dass in jeder Brotdose alle Lebensmittelgruppen perfekt vertreten sein müssen. Viel wichtiger ist die Abwechslung über den Tag und die Woche.
Heute vielleicht ein Wrap mit Hummus und Paprika, morgen ein Stück übrig gebliebene Pizza vom Vorabend. So entsteht ganz automatisch Abwechslung und du musst nicht jeden Morgen eine komplett neue Brotdosen-Kreation erfinden.
Was tun, wenn mein Kind nur bestimmte Lebensmittel isst?
Gerade bei wählerischen Esser:innen kann die Brotdose schnell zur Herausforderung werden.
Unser Tipp: Vertrautes mit Neuem kombinieren.
Ein Lebensmittel, das dein Kind gerne isst, kann gemeinsam mit einer kleinen Portion eines neuen Lebensmittels in der Brotdose landen. So bleibt etwas Vertrautes dabei, während dein Kind immer wieder die Möglichkeit bekommt, Neues kennenzulernen.
Auch kleine Portionen können dabei helfen. Denn eine große Menge eines unbekannten Lebensmittels kann schnell überfordernd wirken.
Noch mehr praktische Tipps und Inspiration für abwechslungsreiche Brotdosen – auch für Kinder mit ganz eigenen Vorlieben – findest du in Moanas Video vom Kids Ernährungs Summit.
Und was ist mit Snacks?
Eine ausgewogene Brotdose muss nicht komplett frei von süßeren Snacks sein. Entscheidend ist vielmehr, welche Lebensmittel den größten Teil der Mahlzeit ausmachen.
Stark zuckerhaltige Snacks und Getränke sollten nicht den Hauptbestandteil der täglichen Zwischenmahlzeit sein. Wasser ist als Getränk eine einfache und gute Wahl.
Und wenn einmal ein Keks in der Brotdose landet? Kein Grund, die gesamte Mahlzeit als „ungesund“ abzustempeln. Entscheidend ist die Ernährung insgesamt.
Wenn es in der Brotdose mal etwas zum Knabbern sein darf, können unsere Bio Snacks eine leckere Alternative zu klassischen, häufig süßeren Snacks sein. Je nach Sorte kombinieren sie Linsen, Kichererbsen und Gemüse und sorgen für etwas Abwechslung zwischen Brot, Obst und Gemüse und können so ganz ohne schlechtes Gewissen mit in die Brotdose.
Die wichtigste Zutat: Weniger Stress
Eine Brotdose muss nicht perfekt aussehen. Sie muss auch nicht jeden Morgen aus möglichst vielen verschiedenen Lebensmitteln bestehen.
Manchmal ist ein belegtes Brot mit ein paar Gurkenstücken genau richtig. An einem anderen Tag darf es eine Waffel mit Obst sein. Und manchmal wird eben nur das gegessen, worauf dein Kind gerade Lust hat.
Das Ziel ist nicht die perfekte Brotdose. Das Ziel ist ein abwechslungsreiches Lebensmittelangebot, das im echten Familienalltag funktioniert.
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Quellen:
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE): Power für die Pause
Haftungsausschluss
Der Zweck dieses Artikels besteht lediglich darin, zu informieren und zu inspirieren, nicht aber, medizinische oder ernährungswissenschaftliche Ratschläge zu erteilen. Für den Fall, dass du Bedenken oder Fragen hast, empfiehlt Pumpkin Organics, eine:n medizinische:n Ansprechpartner:in aufzusuchen und sich beraten zu lassen.
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