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Wie man Kindern gesundes Essen beibringen kann

Wie man Kindern gesundes Essen beibringen kann

„Ähhhhhh, das mag ich nicht!“ Da steht ein Teller gesundes Essen vor den Kindern. Der Nachwuchs sitzt mit von Wut verzerrtem Gesicht am Tisch und schiebt ihn weg. Nimm es  gelassen. Es gibt ein paar Tricks, wie du deinen Kindern gesunde Ernährung näher bringen kannst – dafür braucht es nicht mehr als ein bisschen Kreativität, Geduld und Zeit. 

Gesundes Essen ist wichtig. Vor allem für Kinder. Auf die Vitamine kommt es eben an. Nur scheinen Kinder das oft anders zu sehen. Vielen Eltern fällt es schwer, ihren Kindern gesunde Ernährung schmackhaft zu machen. Und zugegeben, so ein Brokkoli sieht manchmal auch weniger appetitlich aus als eine Portion frisch frittierte und duftende Pommes. Zum Glück gibt es aber Tricks, wie man Kindern gesunde Ernährung und Gemüse näher bringen kann: indem man das Essen zu einem Erlebnis macht, an dem Kinder von Anfang an teilhaben können. Der Satz „das schmeckt mir nicht“ gehört dann der Vergangenheit an. 

Kleine Entdecker lieben gesundes Essen 

Die meisten Kinder lieben es, Neues auszuprobieren. Es ist für Eltern nicht immer leicht, zu entscheiden, was dieses Neue sein soll. Denn Kinder entscheiden natürlich nicht danach, welche Nährstoffe sich im Essen befinden, sondern danach, wie es aussieht und wie es riecht. Eltern, Großeltern, oder Babysitter können da noch so oft mit der Floskel kommen, dass das Essen „aber gesund“ oder „gut für dich“ sei. Man ahnt es schon, das beeindruckt Kinder herzlich wenig. 

Wir bei Pumpkin Organics glauben fest daran, dass Kinder Genussmenschen sind. Deshalb stecken unsere Quetschies auch voller gutem Gemüse. Außerdem sind Kinder Weltklasse im Verhandeln. Die Suche nach dem richtigen Argument für das richtige Essen ist also wichtig. Kinder müssen begreifen können und erleben können, dass das, was sie da essen, Spaß macht. Warum also nicht den Teller so bunt wie möglich anrichten? Warum nicht ein Gemüsegesicht hinlegen. Essen sollte Spaß machen und den Entdecker:innen-Drang bei deinen Kindern auslösen. Dann verschwindet auch die Gurke oder der Brokkoli im Mund der Kleinen. Gesundes findet dann also fast von selbst den Weg zu den Kindern.  

Was Kinder zudem besonders lieben, ist es, Dinge selbst zu machen – warum sie also nicht bei der Zubereitung der Mahlzeiten helfen lassen? 

Wenn Kinder helfen dürfen, lieben sie auch gesundes Essen 

In der Küche gibt es unzählige kleine und große Aufgaben, die du deinen Kindern übertragen kannst. Sie lernen dadurch nicht nur langfristig die Zubereitung von Mahlzeiten, wenn sie später am Tisch sitzen, werden sie stolz darauf sein, etwas zu sich zu nehmen, das sie selbst geschaffen haben – und sie haben Spaß. Du wirst sehen, dass du deinem Kind dann nicht mehr etwas aufzwingen musst, das es gar nicht essen will. Hat das Kind das Gemüse selbst ausgewählt, es gewaschen oder es püriert, scheint es auf einmal nicht mehr so langweilig. Es steckt ja Action drin. 

Verschiedene Geschmäcker sind normal 

Damit Kinder lernen, wie Lebensmittel wirklich schmecken, ist es wichtig, dass Eltern anerkennen, dass der Geschmackssinn ihrer Kleinen anders ist als ihr eigener. Wirkt ein Lebensmittel auf Erwachsene fad und langweilig, ist das für Kinder nicht zwingend der Fall. Die Geschmacksnerven von Kindern sind sehr fein, scharfes Essen oder bittere Geschmäcker mögen sie deshalb oft nicht. Das hat evolutionäre Gründe und soll verhindern, dass Kinder giftige Dinge essen. Bei süßen Dingen ist es genau umgekehrt. Es gibt praktisch keine Dinge in der Natur, die gleichzeitig süß und giftig sind. Das erklärt vielleicht, warum es einfacher ist, Kindern süße Lebensmittel zu verabreichen. 

Willst du, dass dein Kind viele verschiedene Geschmäcker kennenlernt, achte am besten darauf, das Essen nicht zu sehr zu würzen. So lernen die Kinder, wie gesunde Ernährung wirklich schmeckt und sie lernen die größtmögliche Bandbreite an Geschmacksrichtungen kennen. 

Gemeinsam essen – Spaß beim Essen 

Ein wichtiger Faktor, dass Kinder Spaß am Essen entwickeln, ist die Atmosphäre. Du wirst es vielleicht kennen: Du erinnerst dich an die köstlichen Muscheln aus dem Frankreichurlaub, sie stechen vielleicht sogar aus der Menge der Erinnerungen heraus. Das liegt daran, dass du wahrscheinlich nicht nur die Muscheln als solche fantastisch fandest, sondern das Essen auch mit einer richtig guten Zeit verbindest. Das kann man nutzen, wenn man Kindern beim Essen eine Wohlfühlatmosphäre bereitet. Decke den Tisch schön und kindgerecht, erlaube Spaß am Tisch, rede über schöne Dinge. Eine lockere Stimmung am Esstisch sorgt nicht nur für ein Zusammengehörigkeitsgefühl für die ganze Familie, ganz nebenbei wird dein Kind auch beginnen, die Lebensmittel mit etwas Schönem zu verbinden. Das fördert die Neugier. 

Nichtessen ist auch ok! 

Trotzdem kann es sein, dass dein Kind nicht alle Lebensmittel mag. Und das ist auch ok! Manche Abneigungen können angeboren sein, einige Dinge werden sich auswachsen. Wichtig ist, dass du damit gelassen umgehst und keinen Zwang erzeugst, denn Zwang kann eine Trotzreaktion hervorrufen und dafür sorgen, dass dein Kind bestimmte Lebensmittel erst recht nicht essen wird. Und: Hab’ etwas Geduld! Wenn du deinem Kind das Radfahren beibringen willst, wirst du sicher auch nicht damit wieder aufhören, wenn es einmal nicht geklappt hat, oder? Dasselbe gilt auch fürs Heranführen an neue Lebensmittel. Das braucht manchmal ein bisschen Zeit. Wenn du es schaffst, das Essen mit etwas Gutem zu verbinden, wird es funktionieren. Versprochen! 

 

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