icon
Gemüse Essen

Gemüse Essen

September 02, 2022

Der Kampf zwischen Kindern und Gemüse ist so alt wie die Zeit!  Hier ist eine gewisse Entwicklung im Gange, denn "bittere" Lebensmittel galten ursprünglich als gefährlich und als Warnung, sie nicht zu essen.  Okay, das mag einmal sinnvoll gewesen sein, aber heutzutage ist es unsere Aufgabe als Eltern, unseren Kleinen etwas beizubringen, und das bedeutet mitunter harte Arbeit.  Zu lernen, Gemüse zu lieben, ist genauso wichtig wie unseren Kindern das Laufen und Sprechen beizubringen - und es wird einen unglaublichen Einfluss auf ihre zukünftige Gesundheit und ihr Glück haben.  Also, auf geht's Eltern, schnallt euch an! 

Ein paar Ideen zum Ausprobieren:  

    1. Holt Euer Kind in die Küche – lasst es das Gemüse waschen, macht die Kinder zum Koch und lasst sie (mit)entscheiden, wie es zubereitet werden soll.  Das ist wirklich mein größter Trick: Holt Euch die Kinder in die Küche!  

    2. Veranstaltet eine Gemüseparty - verwandelt das Abendessen in ein Event, bei dem Gemüse der Ehrengast ist.  Die Spargelsaison ist immer eine Party wert genauso wie ein italienischer Themenabend.  

    3. Gemüse auch mal als Püree anbieten - eine Studie im American Journal of Clinical Nutrition ergab, dass Kinder zwischen 3 und 5 Jahren an Tagen, an denen sie püriertes Gemüse serviert bekamen, doppelt so viel Gemüse verzehrten wie an Tagen, an denen sie ganzes Gemüse bekamen.    

    4. Stark und geduldig bleiben! – Es können bis zu 10 Versuche (oder mehr) notwendig sein, bis ein Kind an ein neues Lebensmittel gewöhnt ist.  Also seien Sie kreativ und haben Sie Geduld!  Eine schnelle Idee: Gemüsebrühe oder -suppe kochen und die Gemüsestückchen abseihen oder das Gemüse pürieren.  Ein Gemüsedip mit Joghurt kommt meistens auch gut an oder zur Abwechslung Gemüsesticks in Hummus tunken.   

    5. Manchmal hilft es auch die Tageszeit oder die Reihenfolge der Mahlzeiten zu verändern - für manche Kinder ist die Angst vor Gemüse mit der "Essenszeit" verbunden. Auch hier ist Abwechslung der Schlüssel zum Erfolg!  Heute Gemüse als Vorspeise und morgen stattdessen Gemüsesticks zum Frühstück.  Zudem sind Möhren, Rote Bete, Kürbis, Süßkartoffeln in Pfannkuchen oder Muffins einfach köstlich!  ...ein zusätzlicher Vorteil: dank der Gemüsesorten kann man den Zucker auch ganz einfach weglassen. 

    6. Ein Besuch auf einem Bauernhof oder einer Beerenfarm - und Gemüse oder Beeren selbst pflücken!  Nicht nur, dass das Gemüse oft besser schmeckt, die Kindern lernen ganz nebenbei auch viel über die Jahreszeiten, die Landwirtschaft, den Boden, das Wasser, die Arbeit, die hinter dem Anbau steckt, und darüber, wie wichtig es ist, keine Lebensmittel zu verschwenden. 

    7. Die Kinder wählen lassen – beispielsweise den Kindern die Entscheidung überlassen, ob sie heute lieber Süßkartoffeln oder Brokkoli essen. Es ist verrückt, wie oft dieser kleine Trick funktioniert, wenn man den Kleinen dieses Gefühl von Entscheidungsfreiraum und Macht überlässt.   

    8. Ein klein wenig Gruppenzwang: Kinder kopieren alles, was wir tun, aber noch mehr als uns kopieren sie, was ihre großen Geschwister, Freunde oder andere Familienmitglieder tun.  Es ist darum wichtig, dass wir alle miteinbeziehen und sie bitten, sich ein wenig an der Liebe zu Gemüse zu beteiligen.  

    9. Und das Wichtigste: Vorbild sein und selbst Brokkoli essen!  Sich gesund ernähren und den Kindern damit zeigen, dass nicht alles, was lecker ist, auch voller Zucker sein muss.